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War es die Gründung des Deutschen Reiches 1871, da durch diese das traditionelle Mächtegleichgewicht in Europa nachhaltig gestört wurde? Deutschland war nun stärker als jede andere der Großmächte des Kontinents für sich genommen, aber es war auch zu schwach, diesen allen seine Vorherrschaft aufzuzwingen. Bismarck wusste das und nutzte daher seine politische Könnerschaft dazu, Verbindungen der anderen Mächte gegen Deutschland zu hintertreiben. Zusätzlich enthielt er sich jeder deutschen Aggressivität nach außen.
Aber als Bismarck 1890 gegangen worden war, blieb das erwähnte Grundproblem bestehen. Dass seine Nachfolger im Jahre 1890 den deutschen "Rückversicherungsvertrag" mit Russland nicht erneuerten und damit die russische Außenpolitik letztlich für das Bündnis mit Frankreich freigaben, war wohl der erste Schritt in den Weltkrieg hinein. Dennoch wollte kein Politiker einen allgemeinen Europäischen Krieg, obwohl man vom Krieg als einer gewissermaßen "natürlichen Umgangsform" der Staaten untereinander ausging. Die Traditionen liefen darauf hinaus, offene Gewalt nur als letztes Mittel anzusehen. Hierbei lässt sich allerdings sagen, das die Politik die besorgniserregende Entwicklung der Kriegstechnik zu wenig wahr nahm: Seit 1882 gab es Maschinengewehre; die Artillerie griff zu immer dickeren und weitreichenden Kalibern; die Eisenbahn erlaubte schnelle und in ihrer Masse noch nicht dagewesene Truppenkonzentrationen...
Die deutsche Hochrüstung im Flottenbau belastete Zunehmens das deutsch-englische Verhältnis. England blieb nichts weiter übrig, als mit eigener Flottenrüstung zu reagieren. Abrüstungsgespräche führten zu nichts, da der Kaiser nicht bereit war, auf seine neue Flotte zu verzichten. Deutschland manövrierte sich politisch ins Abseits, nur mit Österreich-Ungarn blieb eine Verbindung. Dabei machten die Briten (obwohl sie es international nicht nötig hatten, auf Konkurrenzmächte Rücksicht zu nehmen) Deutschlands Ansprüchen weitgehende Zugeständnisse: So boten die Briten an, den afrikanischen Kolonialbesitz der wehrlosen Portugiesen mit den Deutschen zu teilen, was zwar moralisch schäbig, aber durchaus ernst gemeint war. Sie sollten den Deutschen das Gefühl geben, ihre Großmachtinteressen auch ohne Rempelei mit England gewinnen zu können. Doch Kaiser Wilhelms Flottenpolitik blieb der Knackpunkt. England sah die Notwendigkeit, sich auf dem Kontinent mit den politischen Gegnern Deutschlands zusammenzuschließen.
Am 28. Juli 1914 wurde der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand von einem serbischen Attentäter in Sarajewo erschossen. Österreich hatte 1908 Bosnien-Herzegowina annektiert. Nun beschloss die wankende Donaumonarchie, ihr schwindendes Ansehen durch die Niederwerfung Serbiens wiederherzustellen. Einen Monat nach dem Attentat erklärte Österreich Serbien den Krieg, da dieses ein vorangegangenes Ultimatum für Österreich "unbefriedigend" beantwortet hatte. Aber auch Russland, Frankreich, Deutschland und England versuchten auf dem Balkan an Einfluss zu gewinnen. Deutschland stand auf Österreichs Seite und verlangte von Russland, sich aus dem Balkan herauszuhalten. Als dieses dem Diktat nicht nachkamen, folgte die deutsche Kriegserklärung an Russland am 1. August 1914. Von Frankreich, das im Bündnis mit Russland stand, verlangte Deutschland Neutralität, was für Frankreich im Rahmen der Bündnispflicht unmöglich war. So folgte am 3. August die Kriegserklärung an Frankreich. Als deutsche Truppen im Zuge des Vormarsches nach Frankreich das neutrale Belgien besetzten ("Schlieffen-Plan"), folgte die unausweichliche Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland.
Gegen Deutschland standen 1914 also Frankreich, Russland und England, und hinter England standen die USA. Zunächst glaubte man, Frankreich schnell, in zwei-drei Monaten niederringen zu können, doch schon bald ergab sich eine Pattsituation und der Vormarsch blieb in einem endlosen 720 Kilometer langen Grabenkrieg stecken. Von nun an wechselten über vier blutige Jahre Offensive und Gegenoffensive einander ab - mit immer wirksamer werdenden Mitteln der Massenvernichtung, - Höhepunkt: Giftgaseinsatz. Im Winter forderten Erfrierungen und Erkältungen mehr Opfer als die eigentlichen Kampfhandlungen.
Die britische Flotte indes beschränkte sich zunächst auf Fernblockade der deutschen Küsten, für die es bereits in der Strategie des Admiral Nelson eine Parallele gab. Ihre völkerrechtliche Zulässigkeit war umstritten. Aber hierfür gab es in der Geschichte des Seekrieges ebenfalls genügend Beispiele.
Unterdessen versuchten die Briten auf Rat ihres Marineministers Winston Churchill hin, auf der türkischen Halbinsel Gallipoli zulanden. Das Unternehmen schlug  fehl, allerdings mehr wegen der Unfähigkeit der Generale als wegen der strategischen Konzeption.  Marineminister Churchill wurde aus dem Amt gejagt, was jedoch seiner Karriere später keinen Abbruch tat.
Die Hauptstreitmacht der deutschen Marine bestand zu Beginn des ersten Weltkriegs aus über 200 Kreuzern, Linienschiffen und Torpedobooten. Des Kaisers Flotte spielte allerdings in diesem Krieg nur eine Nebenrolle, operierte aber bis hin zu den entferntesten Winkeln der Ozeane - zum Beispiel vor den Falkland-Inseln vor der Südostspitze Südamerikas. Am 8. Dezember vernichteten britische Schiffe dort ein deutsches Geschwader. 
Im März 1914 standen der kaiserlichen Marine von 44 U-Booten nur fünf moderne, mit Dieselmotoren ausgerüstete zur Verfügung. Alle anderen Boote fuhren noch mit Petroleummotoren. Wie später gleichfalls im zweiten Weltkrieg, wurde auch hier der Kampfwert der U-Boote nicht nur von der kaiserlichen Marine unterschätzt. Man glaubte zunächst, U-Boote nur für Aufklärungsaufgaben einsetzen zu können und war um so erstaunter, als es U-9 gelang, 3 britische Panzerkreuzer zu versenken: Am 22. September 1914 stieß U-9 unter Kapitänleutnant Weddigen vor Hoek van Holland auf das britische Aufklärungsgeschwader mit den Panzerkreuzern "Aboukir", "Hogue" und "Cressy". Als erstes wurde "Aboukir" torpediert, sie legte sich auf die Seite und sank schnell. Die beiden anderen Panzerkreuzer stoppten und nahmen die im Wasser treibenden Seeleute auf. Offensichtlich glaubte man, die "Aboukir" sei auf eine Mine gelaufen. Nach einer Stunde wurde die immer noch gestoppte "Hogue" torpediert. Obwohl sich die Katastrophe wiederholte, geschah nichts auf der "Cressy", das deutsche U-Boot wurde nicht erkannt und angegriffen. Anscheinend glaubte man, auch die "Hogue" sei auf eine Mine gelaufen. So bot sich für Weddigen, den Kommandanten von U-9, die Gelegenheit, auch noch den dritten Panzerkreuzer zu torpedieren. Die "Cressy" wurde mittschiffs getroffen. Nur wenige Überlebten diese Katastrophe, über 2000 Seeleute zahlten mit ihrem Leben dafür, dass die britische Admiralität unterschätzt hatte, was für eine Gefahr von der U-Boot-Waffe ausging. Später, nach der Versenkung des britischen Kreuzers "Hawke", erhielt der Kommandant von U-9, Weddigen, vom Kaiser den "Pour le mérite", - die höchste preußische Auszeichnung. Er wurde zum Held und Idol hoch stilisiert.
Auch im ersten Weltkrieg gab es den "uneingeschränkten U-Boot-Krieg", wonach rücksichtslos und ohne Vorwarnung alles versenkt wurde, was in die Nähe der Küste des Gegners kam, egal ob neutral oder nicht, und er richtete sich nicht nur gegen feindliche Schiffe, sondern hatte auch bald die Vernichtung der Besatzung, ja friedlicher Passagiere zur Folge: Am 7. Mai 1915 versenkte das deutsches U-Boot U-20 ohne Vorwarnung den englischen Passagierdampfer "Lusitania" mit Bürgern neutraler Staaten an Bord. 1198 Menschen riss das explodierende Schiff vor der irischen Küste in die Tiefen. Diese allen Normen des Kriegsrechtes widersprechende Kampfweise machte nicht einmal vor Lazarettschiffen halt. Am 27. Juni 1918 versenkte U-86 unter Oberleutnant Patzig westlich Irlands das hellerleuchtete fahrende britische Lazarettschiff "Llandovery Castle" (Infos hier) und feuerte anschließend mit dem Bordgeschütz auf die Rettungsboote mit den Schiffbrüchigen. Von den 164 Mann Besatzung der "Llandovery Castle", den 80 Militärärzten und Sanitätsdienstgraden des kanadischen Heeres und den 14 Rotkreuzschwestern wurden später nur 24 Personen geborgen. Wie später im Zweiten Weltkrieg glaubte man auch hier, durch den zügellosen U-Boot-Krieg England in die Knie zwingen zu können, indem man es von seinen Lebensmittellieferungen und Kriegsnachschub abschneidet. Kurzfristig schien diese Rechnung tatsächlich aufzugehen, denn immerhin waren hohe Versenkungsziffern zu verbuchen. Doch seit Jahresmitte 1917 ließen alliierte Gegenmaßnahmen, insbesondere die konsequente Durchführung des Konvoi-Systems und der Einsatz von U-Boot-Jagdverbänden, die Versenkungsziffern rapide absinken. Gleichzeitig stiegen die Verluste an deutschen U-Booten.
Politisch indes war der uneingeschränkte U-Boot-Krieg für Deutschland eine einzige Katastrophe, denn er provozierte den Kriegseintritt der USA: nach Versenkung amerikanischer Schiffe stimmte der Kongress am 2. April 1917 der Kriegserklärung gegen Deutschland zu. Und so kam die ganze Wirtschafts- und Finanzkraft des großen amerikanischen Industriestaates der Entente zugute. Die amerikanische Wirtschaft, vor dem Krieg in einer leichten Depression, blühte durch die Kriegsexporte auf, die Ausfuhr stieg um das Dreifache. Das abgekämpfte deutsche Reich hatte gegen diese industrielle und wirtschaftliche Kraft keine Chance mehr...
Von einigen Seegefechten bei Helgoland und der Doggerbank abgesehen, ging vor allem die Seeschlacht vor dem Skagerrak in die Annalen des Ersten Weltkrieges ein: Am 31. Mai 1916 stach die deutsche Hochseeflotte mit 112 Schiffen von der Basis Wilhelmshaven in See, um ein britisches Kreuzergeschwader in der Nordsee anzugreifen. Durch die britische Luftaufklärung gewarnt, lief am gleichen Tag die Home Fleet mit 150 Kriegsschiffen von Scapa Flow (Orkney-Inseln) aus, um die Deutschen vor Dänemark zu stellen. Beide Seiten hatten jedoch keine genaue Kenntnis von der Stärke des Gegners. Am Nachmittag stießen die Kreuzer "Galatea" vom rechten britischen Flügel und das deutsche Flügelschiff "Elbing" mit ihren jeweiligen Torpedoboot-Verbänden zufällig aufeinander und gerieten in ein kurzes Gefecht. Dabei fügten die Deutschen dem Gegner große Verluste zu, wurden jedoch bald durch das Eintreffen der britischen Hauptflotte selbst in Bedrängnis gebracht. Um ihr keine Möglichkeit zur Einnahme einer günstigen Schlachtordnung zu geben, ging die deutsche Flotte mit ihren 16 Großkampfschiffen sofort zum Angriff auf den britischen Verband mit seinen 28 Großkampfschiffen über. Zwölf Stunden dauerte am 31. Mai / 1. Juni 1916 der gegenseitige Beschuss. Angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit der feindlichen Flotte setzten sich die Deutschen bei Einbruch der Dunkelheit durch geschickte Manöver vom Gegner ab. Darauf kreuzten die britischen Schiffe südwärts Richtung Helgoland, um den Deutschen den Rückweg abzuschneiden. Es gelang der deutschen Hochseeflotte jedoch noch während der Nacht, auf Südostkurs die britische Nachhut zu durchstoßen und sich in den Nordseehäfen in Sicherheit zu bringen. Während der Manöver lief Admiral Scheer in eine taktische Falle des Gegners, kam glücklich wieder heraus, lief daraufhin zum Zweitenmal in dieselbe Falle und entkam allen vernünftigen Erwartungen doch noch nach Hause. Eine Begebenheit der Schlacht: "Richard", der Signalbuchstabe R, war der Befehl, zum Rammstoß anzusetzen. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, als die Schiffsartillerie noch eine wesentlich geringere Wirkung hatte, bedeutete der Rammstoß eine wichtige taktische Maßnahme.  Später wurde er sinnlos, behielt aber aus unerfindlichen Gründen seinen Platz im Signalbuch. In der Seeschlacht  vor dem Skagerrak hatte Admiral Scheer am 31. Mai 1916 um 20 Uhr 27 den "Richard" gehisst und seinen Schlachtkreuzern Befehl erteilt, gegen die britischen Linienschiffe zum Rammstoß anzusetzen. Nach allgemeiner Ansicht war das - gelinde ausgedrückt - eine gewaltige Eselei. Scheer musste auch einige Minuten später den Befehl widerrufen. Später hatten sich die älteren Offiziere  traditionsbewusst für den Hausgebrauch eine von allen Schlacken  gereinigte Geschichte des Seekrieges zurechtgelegt, an die man eben zu glauben hatte. Wer das nicht konnte oder wollte, war unerwünscht.
Die Bilanz der Schlacht war ein Achtungserfolg für die Deutschen, die mit 115.000 Tonnen fast doppelt soviel feindlichen Schiffsraum - drei Großkampfschiffe, drei Panzerkreuzer und acht Torpedoboote - versenken konnten wie der Gegner. Die deutsche Flotte verlor das Großkampfschiff "Lützow", das Linienschiff "Pommern", die Kreuzer "Wiesbaden", "Rostock", "Elbing" und "Frauenlob" sowie fünf Torpedoboote. Die Zahl der Toten belief sich bei den Briten auf 6.094, bei den Deutschen auf 2.551 Mann.
Sieger gab es, trotz aller Propaganda auf beiden Seiten, keine: die deutschen Autoren bezeichneten die Skagerrak-Schlacht als einen überragenden Sieg der deutschen Flotte.  Aber auch die Briten erhoben Anspruch auf Sieg. In der technischen Darstellung stimmten deutsche und britische Quellen auf die Minute überein. Die Deutschen leiteten den Sieg von den höheren Verlusten des Gegners ab, die Briten betonten, dass die misslungene Brechung der Blockade, die schließlich Deutschlands Niederlage herbei führte, entscheidend gewesen wäre. Deutschland hatte den Sieg vor dem Skagerrak, Britannien bei Jütland errungen.

Hier einige Fotos von der Schlacht am Skagerrak: ein Panzerkreuzer, ein aufgetauchtes U-Boot, Torpedoboote in schwerer See und Flottenverbände, allesamt im Kampf:

(Klicken Sie auf die Bilder, um diese in Großformat zu sehen)
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Nach der Schlacht am Skagerrak wurde es Still um die deutsche Hochseeflotte. Untätig lag sie auf der Schillig-Reede vor Wilhelmshaven. Sie beherrschte zwar die Ostsee, aber in die verminte Nordsee wagten sich nur Minensucher, Untersee-Boote und Torpedo-Boote. Auf die tapferen Minensucher wurde ein Loblied gesungen, - ohne sie wäre kaum ein U-Boot zum Einsatz gekommen.
Die Matrosenaufstände, die 1917 in Wilhelmshaven auf "Prinzregent Luitpold" und "Friedrich der Grosse" ihren Ausgang nahmen, hielt man der Kriegsmarine noch bis 1945 bei gewissen Anlässen vor. Besonders die Herren vom Heer waren darin besonders eifrig. "Befleckte Ehre der Flotte" hieß es, "Dolchstoss in den Rücken des schwer kämpfenden Heeres", "Verrat an Kaiser und  Reich". Die Aufsässigen Matrosen wurden mit eiserner Faust zur Raison gebracht, die Anführer zum Tode verurteilt und von einer Gewehrsalve niedergestreckt.
Wie war es dazu gekommen? Die schlechte Verpflegung, Schiebungen und Betrügereien der Verwaltung, wahrscheinlich auch der krasse Unterschied zwischen Offizierskorps und Mannschaft, sowie die Untätigkeit, zu der die großen Schiffe verdammt waren, führte unter anderem hierzu. Aber Ende Oktober 1918 konnte das allein nicht mehr der Grund sein. Der Krieg war  für Deutschland eindeutig verloren. Trotzdem wollten die Admirale, allen voran Admiral Scheer (er gab den entsprechenden Befehl), noch einmal hinaus aufs Meer, in den letzten Kampf gegen die überlegene britische Schlachtflotte, um traditionsgemäß mit wehender Flagge unterzugehen. Aber die Matrosen machten nicht mit. Sie löschten die Feuer in den Kesseln, hissten die rote Fahne und verhinderten das Auslaufen der Schiffe. Warum sollten achtzigtausend Mann sterben, wo doch nichts mehr zu retten war? Der Funke des Aufstandes sprang am 3. November ins Kieler Binnenland über und überflutete innerhalb weniger Tage ganz Deutschland. Der Kaiser musste am Ende abdanken, - vom Balkon des Reichstages verkündete der Sozialdemokrat Philip Scheidemann die freie deutsche Republik. Am 11. November 1918 wurde im Wald von Compiègne im Salonwagen des siegreichen französischen Marschall Foch der Waffenstillstand unterzeichnet.
Die Versenkung der Hochseeflotte besorgte dann acht Monate später ein Konteradmiral namens Reuter in der Bucht von Scapa Flow. Dort waren  über siebzig deutsche Kriegsschiffe interniert, -  natürlich die größten und modernsten. Die Schiffe waren abgerüstet und hatten stark verringerte deutsche Besatzung an Bord. Um zu verhindern, dass sie eine Beute der Engländer wurden, ließ Reuter am 21. Juni 1919 die Bordventile öffnen und die Kriegsflagge setzen. Die deutsche Seekriegsflotte - Deutschlands Stolz! - versank vor den Augen der überraschten Briten.

 

Das Flaggschiff "Deutschland":

 

Der Panzerkreuzer "Graf Moltke":

 

Die "Thüringen":

 

Bildquelle: "Der Weltkrieg im Bild", Bildband, Verlag "Der Weltkrieg im Bild" Berlin-Oldenburg 1928 (Im Buchhandel nicht erhältlich)

Quellen:
"Geschichte der Deutschen Kriegsmarine - Von den Anfängen bis 1945" © 1989 by Torsten Migge und Reiner Ebert, Lammler-Verlag München.
"Ruhmeshalle unserer alten Armee" HG Reichsarchiv Potsdam u. Kriegsarchiv München, Militär-Verlag um 1920,
"Der Weltkrieg 1914-1918" Band 1 - 6, Reichsarchiv, Verlag E.S.Mittler & Sohn, Berlin 1925,
"The U-Boat War in the Atlantic" Ed.: Ministery of Defence (Navy),
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg", München 1999,
Modern Military Branch, National Archives and Records Administration,
S.E.Morison "The Battle of Atlantic" Boston 1955,
Ronald Macintyre "The Battle of the Atlantic" London 1961,
Paul Herbert Freyer "Der Tod auf allen Meeren".

 


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